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Wonach richtet sich die richtige Einwirkzeit bei der Instrumentendesinfektion?

Bei der Instrumentendesinfektion wird die Einwirkzeit oft als fixe Größe verstanden – tatsächlich hängt sie von mehreren Faktoren ab, die im hektischen Praxisalltag leicht übersehen werden.

Lesedauer: 2 Minuten

Aktualisiert am: 31.08.2026

Das Mittel selbst gibt die Basis vor

Jedes Desinfektionsmittel hat eine vom Hersteller festgelegte Einwirkzeit, die auf der jeweiligen Wirkstoffkonzentration beruht. Diese Angabe ist die Grundlage jeder weiteren Überlegung und darf nicht durch Erfahrungswerte aus anderen Produkten ersetzt werden.

Verschmutzungsgrad beeinflusst die notwendige Zeit

Stark verschmutzte Instrumente benötigen unter Umständen eine längere Einwirkzeit als leicht verschmutzte, da organisches Material die Wirkung des Mittels abschwächen kann. Eine pauschale Zeit für alle Instrumente wird dieser Realität nicht gerecht.

Vollständiges Eintauchen ist Voraussetzung

Die Einwirkzeit beginnt erst dann sinnvoll zu zählen, wenn das Instrument vollständig von der Desinfektionslösung bedeckt ist. Ragen Teile heraus, wird an diesen Stellen keine Wirkung erzielt, unabhängig von der eingehaltenen Zeit.

Zeitmessung nicht dem Gefühl überlassen

Ein Timer oder eine Uhr am Aufbereitungsplatz verhindert, dass die Einwirkzeit im Alltag nach Gefühl geschätzt wird. Gerade bei mehreren parallel laufenden Aufbereitungen ist eine verlässliche Zeitmessung entscheidend.

Für eine korrekte Einwirkzeit braucht es durchgehend ausreichend Desinfektionslösung in der richtigen Konzentration am Aufbereitungsplatz.

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