Aktualisiert am: 31.08.2026
Patiententoiletten werden von einem wechselnden, dem Personal unbekannten Publikum genutzt, während der Handwaschplatz für medizinisches Personal unmittelbar vor oder nach Behandlungen zum Einsatz kommt. Eine Vermischung beider Nutzungen erhöht das Risiko einer Kreuzkontamination in einem sensiblen Bereich.
Getrennte Bereiche lassen sich gezielter und mit angepassten Reinigungsintervallen behandeln. Eine gemeinsam genutzte Fläche müsste dagegen nach dem strengeren der beiden Maßstäbe behandelt werden, was in der Praxis häufig nicht konsequent genug umgesetzt wird.
Auch wenn der verfügbare Platz in vielen Ordinationen begrenzt ist, lässt sich mit einer klaren organisatorischen Trennung – etwa durch getrennte Nutzungszeiten oder eindeutige Kennzeichnung – zumindest ein Teil des Risikos abfangen, wenn eine bauliche Trennung tatsächlich nicht möglich ist.
Wo eine Trennung baulich möglich ist, sollte sie auch umgesetzt werden – der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Risiko, das eine dauerhafte Vermischung von Patienten- und Personalbereich mit sich bringt, gerade im Hinblick auf eine mögliche Prüfung.
Getrennte Bereiche verdoppeln allerdings auch den Bedarf an Hygieneartikeln – ein Aspekt, der bei der Umstellung gleich mitgeplant werden sollte.
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