Aktualisiert am: 31.08.2026
Eine jährliche Praxisbegehung mag als Minimalstandard gelten, deckt im Alltag aber zu wenig ab. Zwischen zwei Terminen können sich Abläufe schleichend verändern, neue Mitarbeiter eingearbeitet werden oder Produkte gewechselt haben, ohne dass jemand die Hygienekonsequenzen bewusst mitdenkt.
Viele gut organisierte Ordinationen prüfen ihre Hygiene-Standards vierteljährlich anhand einer festen Checkliste: Handwaschplätze, Desinfektionsmittelbestand, Aufbereitungsabläufe, Dokumentation. Dieser Rhythmus ist eng genug, um Abweichungen früh zu erkennen, und trotzdem im Praxisalltag realistisch umsetzbar.
Zusätzlich zum festen Rhythmus lohnt sich eine Praxisbegehung immer dann, wenn sich etwas ändert: ein neues Gerät wird angeschafft, eine neue Mitarbeiterin beginnt, ein Lieferant wechselt. Solche Anlässe sind der einfachste Moment, um bestehende Standards auf den Prüfstand zu stellen.
Eine Selbstkontrolle durch dieselbe Person, die auch für die Umsetzung zuständig ist, übersieht erfahrungsgemäß eher Schwachstellen als eine Begehung durch eine zweite, unabhängige Person im Team. Ein Wechsel der prüfenden Person von Zeit zu Zeit bringt oft einen frischen Blick auf eingefahrene Abläufe.
Wer regelmäßig prüft, braucht auch verlässlichen Nachschub an Hygieneartikeln, sobald bei der Begehung Lücken auffallen – ohne tagelang auf eine Lieferung zu warten.
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